Frauen sollen die Abtreibung selber bezahlen?
Freitag, 5. Februar 2010
Scheinbar gehört das Rechnen nicht zu den Stärken der Initianten, denn eine Geburt ist bis zu zehn Mal teurer als ein Schwangerschaftsabbruch. In der Schweiz haben im vergangenen Jahr 10'848 Frauen ihre Schwangerschaft abbrechen lassen. Dies ist weniger als vor 7 Jahren und im internationalen Vergleich eher tief. Die Kosten trägt die Krankenkasse - rund 600 Franken wenn der Abbruch in den ersten sieben Wochen geschieht, später bis 1500 Franken.
Die Konsequenzen der Forderung der Initianten wären fatal. Frauen, die sich keinen fachgerechten Eingriff mehr leisten könnten, würden notgedrungen irgendwelche Pfuscher für den Schwangerschaftsabbruch aufsuchen; die Folgekosten hierzu wären weitaus höher, als die erwarteten Kostenersparnisse.
Ich habe mich im Jahr 2002 aus Überzeugung für eine Fristenregelung engagiert. Diese wurde auch durch das Stimmvolk mit 72 % Ja-Stimmen klar angenommen. Dass sich nun ein SVP Nationalrat und eine CVP Nationalrätin hinter dem Deckmantel einer allfälligen Kosteneinsparung dem klaren Volksentscheid widersetzen wollen, ist mehr als merkwürdig.
Eines ist klar: Hinter jedem Abbruch steht ein persönliches Schicksal und der Entscheid, für oder gegen ein Kind, fällt immer schwer. Die Frauen sollen in der Schweiz selber über ihr Leben entscheiden können, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung sind unser höchstes Gut. Dass das Thema nun wieder von Bundesparlamentariern aufgegriffen wird, die ihre moralischen und persönlichen Überzeugungen den Frauen aufzwingen wollen, erschreckt. Wir FDP Frauen werden uns auch in Zukunft für die Rechte der Frauen einsetzen und widersetzen uns massiv den absurden Forderungen aus den Reihen der SVP und CVP.
Helga Klee
FDP-Kantonsrätin, Berneck
Die Konsequenzen der Forderung der Initianten wären fatal. Frauen, die sich keinen fachgerechten Eingriff mehr leisten könnten, würden notgedrungen irgendwelche Pfuscher für den Schwangerschaftsabbruch aufsuchen; die Folgekosten hierzu wären weitaus höher, als die erwarteten Kostenersparnisse.
Ich habe mich im Jahr 2002 aus Überzeugung für eine Fristenregelung engagiert. Diese wurde auch durch das Stimmvolk mit 72 % Ja-Stimmen klar angenommen. Dass sich nun ein SVP Nationalrat und eine CVP Nationalrätin hinter dem Deckmantel einer allfälligen Kosteneinsparung dem klaren Volksentscheid widersetzen wollen, ist mehr als merkwürdig.
Eines ist klar: Hinter jedem Abbruch steht ein persönliches Schicksal und der Entscheid, für oder gegen ein Kind, fällt immer schwer. Die Frauen sollen in der Schweiz selber über ihr Leben entscheiden können, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung sind unser höchstes Gut. Dass das Thema nun wieder von Bundesparlamentariern aufgegriffen wird, die ihre moralischen und persönlichen Überzeugungen den Frauen aufzwingen wollen, erschreckt. Wir FDP Frauen werden uns auch in Zukunft für die Rechte der Frauen einsetzen und widersetzen uns massiv den absurden Forderungen aus den Reihen der SVP und CVP.
Helga Klee
FDP-Kantonsrätin, Berneck
Themengebiet: Bund
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finde die Forderung der SVP/CVP auch völlig daneben. Vollige Missachtung für die Rechte der Frauen.
Dazu habe ich letzten Juni einen Beitrag geschrieben. Der Unterschied ist nur, dass jetzt neben dem SVP-Hinterbänkler Föhn auch noch eine CVP-Hinterbänklerin dazu gekommen ist. Was die Sache nicht besser macht...